Mennoniten verstehen Bekenntnisse als vorläufige Konsense und Wegmarkierungen auf einem gemeinsamen Weg. Daher haben wir nicht ein Bekenntnis, sondern eine Fülle von Texten, an denen wir uns orientieren und mit denen wir im Gespräch sind. Beispiele sind die „Schleitheimer Artikel“ aus dem Jahr 1527, oder die Gemeinsamen Überzeugungen der Mennonitischen Weltkonferenz von 2006.

Besonders wichtig ist uns dabei die konkrete Versammlung in der Ortsgemeinde. Hier üben wir ein, die Bibel im Hören aufeinander und Gottes Rufen auszulegen und Gottes Frieden für unseren Kontext zu suchen.

In unserer Frankfurter Gemeinde haben wir vor ein paar Jahren folgendes als gemeinsame Wegmarkierung festgehalten:

Wir bekennen uns zu:
Gott, der alles Lebendige geschaffen hat und Quelle unseres Lebens ist.
Jesus Christus, Gottes Sohn, in dem uns Gott heilend und versöhnend entgegenkommt und uns seine Liebe schenkt.
dem lebendigen Geist Gottes, der in dieser Welt wirkt und uns stärken will zu einem Leben in der Nachfolge.

Die Bibel ist Grundlage unseres Glaubens. In ihr suchen wir nach Antworten und fragen nach dem, was das Evangelium heute für unser Leben bedeutet und für Gottes ganze Schöpfung will.

Die Mitgliedschaft in der Gemeinde begründet sich im freiwilligen Bekenntnis zum dreieinigen Gott und in der freien Entscheidung mündiger Menschen zur Taufe.

Der gelebte Friede Jesu Christi ist uns Herausforderung.